LENR, die Spitze des Eisberges?

9 July 2012 von kaltefusion Kommentieren »

LENR, die Spitze des Eisberges?

Es sollte ein großer Tag im Leben der beiden Wissenschaftler Pons und Fleischmann sein. Vor zwanzig Jahren stellten die beiden übereifrig, getrieben von einer Universität in den USA, ein Experiment vor, das zu der Zeit weltbewegend erschien. Aus Materialien, die einfach zu handhaben sind, führten sie der Öffentlichkeit ein Experiment vor, das jedem den Atem verschlug. Der Versuchsaufbau erschien extrem simpel. Zwei Elektroden führten in ein Glasgefäß, das mit einer klaren Flüssigkeit gefüllt war, und ein paar Drähte verbanden die Messgeräte. Diese Messgeräte zeigten dem geschulten Wissenschaftler, dass man mehr Energie aus dieser Anordnung herausholen kann, als man hineinsteckte. Das bedeutet, wir sprechen von einem Energieerzeuger. Pons und Fleischmann benutzten Palladium für das Elektrodenmaterial und Deuterium für die Flüssigkeit. Eine Spannung wurde auf die Elektroden gegeben, und man konnte eine Erwärmung beobachten. Berechnungen ergaben, dass die Wärmemenge die des Stromes übertraf. Es gab und gibt keine chemische Erklärung für eine solche Reaktion. Damit richtete sich die Aufmerksamkeit auf nukleare Vorgänge. Dies war der Moment, wo jeder aufhorchte. Nukleare Energie, ohne Nebenwirkungen aus ungefährlichen Materialien in eine, Versuchsaufbau, der eher an einen Schulversuch erinnert als die Lösung die die Weltenergieprobleme lösen wird.

Unglücklicherweise ließen sich diese Versuche nicht wiederholen. Heute, zwanzig Jahre später wissen wir wesentlich mehr und wir vermuten, dass die Materialien nicht rein genug waren, und uns fehlte jedes Grundlagenwissen, um solche Ergebnisse erklären zu können. Die beiden unglücklichen Wissenschaftler wurden zwei Jahrzehnte geächtet, während sie die Grundlagen für LENR oder Low Energy Nuclear Reaction legten. Palladium und Deuterium sind nur einevon vielen Kombination, die eine Energieerzeugung ermöglichen. Bekanntlich macht Herr Rossi in Italien sich Nickel und Wasserstoff zunutze, um mit seinem E-cat dem Verbraucher fast freie Energie zur Verfügung zu stellen.

Palladium ist ein Verwandter des Platins, und Deuterium ist in fast unbegrenzten Mengen in den Ozeanen vorhanden. Endlich wacht die Welt auf. Die Europäische Union gibt nun zu, dass die Versuche von Pons und Fleischmann im Wesentlichen richtig waren. Sie fordert sogar nun mehr Unterstützung für weitere Forschung auf diesem Gebiet. Während die beiden sicher ein schweres Leben hatten, so finden sie am Ende doch noch Anerkennung. Die Versuche sind nun wiederholt und bestätigt worden. Aber darüber hinaus sind sie in Zusammenhang gebracht worden mit einem pietoelektrischen Vorgang, der die Wärmeenergie direkt in Strom verwandeln könnte.

Wenn Rossi diese Idee aufgreifen sollte, könnte der E-cat eines Tages direkt Strom liefern, ohne irgend eine mechanische Einheit. Sollte nach all den schwierigen Anfängen der E-cat nur die Vorstufe zu vielen wieteren Möglichkeiten und Ideen sein?

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