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Klimawandel schon abgehakt?

9 July 2014

Klimawandel schon abgehakt?

Niemand möchte es mehr hören. Am liebsten verschließen wir uns den Tatsachen und lassen alles seine Lauf nehmen. Nachrichten, dass die Durchschnittstemperaturen für die nächsten zehn Jahre nicht in dem Maße ansteigen könnten, wie vorhergesagt, ist eine große Erleichterung, und wir vertiefen uns gar nicht erst in solche Artikel. Vielleicht geben sie uns doch noch einen Dämpfer, und wir werden zurück in die Furcht vor der nahen Zukunft geworfen.

In Wirklichkeit gibt es Puffer auf der Welt, die riesige Mengen an CO2 und andere Treibhausgase absorbieren und damit den Klimawandel abbremsen können. Die gute Nachricht aber weilt nur kurz, denn selbst gewaltige Puffer wie die Ozeane oder der Ackerboden sind nicht grenzenlos. Das dicke Ende kommt noch. Und es kommt noch in unserer Generation!

Die Liste von verheerenden Folgen lesen wir täglich in den Nachrichten: Dürre in Kalifornien, zu viel Regen an der Ostküste der USA und Europa, der Mittlere Osten wird trockener und trockener… die Liste ist bereits endlos. Kein Land der Erde wird schadlos entkommen.  Aber dann gibt es Auswege, und wir können unser altes, sorgloseres Leben zurückbekommen. Alles, was wir benötigen, ist eine umweltfreundliche Energie. Leichter gesagt als getan. Wenn wir uns aber einmal mit den umweltfreundlichen Energien vertraut machen, die wie Pilze aus dem Boden schießen, finden wir ein bemerkenswertes Verfahren, das konkurrenzlos fast alle anderen hinter sich lässt.

Vor zwei Jahren stellte Andrea Rossi, ein italienischer Erfinder eine Energieerzeugung vor, von der bis dahin nur wenige gehort haben. Und doch schlug es zwanzig Jahre zuvor hohe Wellen. Die beiden eigentlichen Erfinder, Pons und Fleischmann, zwei amerikanische Chemiker, setzten eine Zuhörerschaft in Erstaunen, als sie ein Marmeladenglas mit einer Flüssigkeit und zwei Elektroden den gewaltigen Versuchsaufbauten der Fusion gleichsetzen wollten. Die Fusion, deren Ziel es ist, Wasserstoffatome zu Helium zu verschmelzen und dabei Energien zu gewinnen, die selbst einen Atomreaktor um einen Faktor von zehntausend übertreffen, basiert auf Geräten und Maschinen ungeheuren Ausmaßes.

Wenn die Fusion funktionierte, wären alle Energieprobleme gelöst, da sie umweltneutral und unlimitiert ist. Aber leider ist es in den letzten dreißig Jahren nicht gelingen, sie wirtschaftlich zu betreiben. Die Kalte Fusion kann sich nicht mit dieser Energieausbeute messen, aber ist dennoch eine Million mal so ergiebig wie eine Verbrennung von fossilen Brennstoffen, ist billig in der Anschaffung und hat keine Problem der Steuerung. Der E-cat, der auf der ersten Erfindung der beiden Chemiker beruht, verschmelzt Wasserstoffprotonen mit Nickel und erzeugt dabei eine nutzbare Hitze von 1400 Grad. Das Gerät ist gerade einmal faustgroß, billig und die benötigten Rohstoffe sind fast unlimitiert vorhanden. Was wollen wir noch mehr?